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12.01.2019:  Krise beim Schützenverein Augustendorf?

Sorgenvolle Minen gab es bei den Schützenbrüdern- und Schwestern des Augustendorfer Schützenvereins auf ihrer Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Zum Huvenhoop“. Die Ämter des stellv. Präsidenten und des Kassenführers konnten nicht wiederbesetzt werden. Außerdem gibt es eklatante Nachwuchsprobleme.

Enttäuscht zeigte sich Präsident Werner Meyer über die schwache Beteiligung an der diesjährigen Jahreshauptversammlung. Nur 28 „Grünröcke“ waren seiner Einladung gefolgt. Der Präsident konnte in seinem Jahresbericht von etlichen Schießerfolgen berichten. Besonders erfolgreich waren die Schützen bei auswärtigen Pokalschießen und bei den im Winterhalbjahr stattfindenden Rundenwettkämpfen. Die Berichte der Spartenleiter geben jedoch Anlass zur Sorge: Die Beteiligung an den Vereinsaktivitäten lässt stetig nach und es gibt kaum noch Jugendliche im Ort, die man für den Schießsport begeistern kann.

Auch der stellv. Ortsvorsteher Reiner Brodtmann ging in seinem Grußwort auf die Schwierigkeit ein, Kinder und Jugendliche zum Mitmachen in den Vereinen zu gewinnen. Das Angebot an Freizeitmöglichkeiten sei einfach zu groß. Viele Vereine würden deshalb unter Nachwuchsmangel leiden. Dazu käme die nachlassende Bereitschaft der Älteren, ein Ehrenamt zu übernehmen.   

Der von Kassenwartin Stephanie Schriefer vorgetragene Kassenbericht schließ mit leichten Verlusten ab. Die von Kassenprüfer Dietmar Thobaben beantragte Entlastung von Vorstand und Kassenwartin wurde einstimmig erteilt. Angesichts zahlreicher Austritte, fehlenden „Aufrückern“ aus der Jugendabteilung und immer mehr Ehrenmitglieder prognostizierte die Kassenwartin eine „schwierige“ Zukunft. Der Beitragssatz bleibt vorerst jedoch noch stabil.

Beiden anstehenden Wahlen zum Vorstand konnte der Posten des stellv. Präsidenten und des Kassenführers nicht wiederbesetzt werden. Wiedergewählt wurden Damenleiterin Gabi Otten, Kinderbetreuerin Sabine Buchholz und die Jugendbetreuerin Susanne Geestmann. Neuer Kassenprüfer wurde Ernst-Joachim Schlüter.

Das Schützenfest am 15. Juni 2019 wird aufgrund des fehlenden Hauptkönigs in leicht veränderter Form stattfinden. Die aus Hambergen kommende Damenkönigin Waltraud Sprengler wird die Schützinnen und Schützen auf dem Hof des Präsidenten Werner Meyer zu einem Kurz-Umtrunk einladen. Ausgiebig diskutiert wurde auch ein Antrag der Schützenschwestern Stephanie Schriefer und Alix Stahmann, der eine grundlegende Reform der Schießwettbewerbe vorsah. Nach hitziger Debatte wurde der Antrag bei siebzehn Stimmenthaltungen angenommen.

Der letzte Tagesordnungspunkt hieß: Zeit für Veränderungen! Wohin geht die Reise? Die Vereinsmitglieder saßen noch lange zusammen und diskutierten darüber, wie die Zukunft des Schützenverein Augustendorf aussehen könnte.


16.06.2018:   Schützenverein ohne Haupt- und Jugendkönig

Als Waltraud Sprengler am Samstagabend den Vogelrumpf mit ihrem gezielten Schuss explodieren ließ, war die Freude bei den Augustendorfer Schützen zunächst groß. Bei deranschließenden Krönung kam dann doch ein wenig Katerstimmung auf, denn kein Mann wollte König werden. Und: Auch bei den Jugendlichen fand sich keine Majestät. Schützenpräsident Werner Meyer war am Sonnabend nicht begeistert, dass keiner der Herren auf die Königsscheibe schießen wollte. „Schade, dass niemand Mut hatte. Nun müssen wir einJahr lang ohne König auskommen“, erklärte er traurig.

Bei den Damen fanden sich gleich zwei Anwärterinnen auf das Majestätenamt. Annemarie Schnackenberg und Waltraud Sprengler zielten unter den Augen ihrer Schützenschwestern – und Brüder auf den Vogelrumpf, der nach etlichen Schüssen laut krachend explodierte. Waltraud Spengler hatte die Sprengladung getroffen und durfte sich feiern lassen. Annemarie Schnackenberg nahm es sportlich und gratulierte anschließend herzlich.

Zwei Jugendliche beteiligten sich am Sonnabend bei den Schießwettbewerben. Beide waren in den vergangenen zwei Jahren bereits Jugendkönige, so dass sie nicht schon wieder den Titel erringen konnten. „Somit haben wir leider auch keine Jugendkönigin oder einen Jugendkönig“, bedauerte Präsident Werner Meyer. Besser lief es bei den Kindern. Mia Bunger und Lucas Geestmann trafen hier ins Schwarze. Ihre Begleiter heißen Mara Stelljes und Anna Kück beziehungsweise Finn Bunger und Johannes Lippert. Alterskönig wurde Manfred Spengler.

In die Garde von Königin Waltraud  Spengler schafften es Martina Meyer, Nicole Katt, Corinna Paschkewitz, Sabine Buchholz und Gabi Otten. Die Herrengarde besteht aus Hans-Wilhelm Otten, Werner Meyer, Sven Geestmann, Hans- Ludwig Buchholz, Marco Buchholz,Hans-Hermann Hilken, Erwin Hilken und Johann Harms. Das Konkurrenzschießen der Herren gewann Hans-Wilhelm Otten. Bei den Frauen siegte hier Alix Stahmann. Sebastian Lippert gewann in dieser Kategorie bei den Jugendlichen. Den Monarchen-Pokal gewannen Martina Meyer und Ernst-Joachim Schlüter.

Schützenpräsident Werner Meyer lobte am Abend noch einmal das ehemalige Regentenpaar Fritz Schnackenberg und Martina Meyer. Beide hätten den Verein gut repräsentiert. Auch die Bewirtung beim König sei sehr gut gewesen. Gäste aus den Schützenvereinen Langenhausen-Friedrichsdorf, Findorf und Sandbostel feierten mit.

In Augustendorf fand am Sonnabend zudem das diesjährige „Präsidentenschießen“ des Oste-Hamme-Ringes statt. Hier siegte Bernd Müller vom Verein Langenhausen-Friedrichsdorf. Am Samstagabend ließen die Schützinnen und Schützen dann das Fest bei bestem Wetter ausklingen. DJ Helge aus Bremerhaven sorgte für den passenden Sound. (BZ)