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21.11.2020:   Wird Ex-Augustendorfer Gemeindebürgermeister?

In leitender Position der Gnarrenburger Verwaltung steht Marcel van der Pütten seit vielen Jahren. Jetzt strebt der 42-jährige Gnarrenburger das höchste Amt im Rathaus an. Das er bei der Kommunalwahl am 12. September 2021 als Bürgermeisterkandidat für die Gemeinde Gnarrenburg antritt, teilte der Geschäftsbereichsleiter (Jugend, Bildung Finanzen und Inneres) in dieser Woche mit. Als parteiloser Kandidat wird sich der Ex-Augustendorfer um das höchste Amt in der Einheitsgemeinde Gnarrenburg bewerben. Bei der Kommunalwahl im Herbst muss sich Marcel gegen den Mitbewerber um den Bürgermeisterposten, den Findorfer Marc Breitenfeld durchsetzen.

„Gnarrenburg hat sich in den letzten Jahren in allen Bereichen sehr gut entwickelt. Diesen Weg möchte ich fortsetzen und Gnarrenburg weiterentwickeln“, beschreibt van der Pütten seine Motivation. „Der Bürgermeister einer Gemeinde in unserer Größenordnung muss Verwaltungserfahrungen und Führungsqualitäten haben. Und die habe ich aufgrund meiner mittlerweile 25-jährigen Tätigkeit bei der Gemeinde Gnarrenburg. Ich bin bereit für das Bürgermeisteramt“, sagt van der Pütten, der mit seiner Frau Pamela eine 17-jährige Tochter und einen 13-jährigen Sohn hat. Marcel van der Pütten ist der Sohn von Eckhard und Renate van der Pütten, in Augustendorf aufgewachsen und 1999 nach Gnarrenburg gezogen. „Ich möchte ein Bürgermeister für alle Bürger und Bürgerinnen sein. Darum ist es mir wichtig, mit den Einwohnern ins Gespräch zu kommen, denn Bürgernähe liegt mir am Herzen. Gemeinsam können wir viel für Gnarrenburg erreichen“, ist van der Pütten überzeugt, der sich losgelöst von Partei-Interessen sieht.

In seiner Freizeit spielt er Fußball in der S 40 beim TSV Gnarrenburg, ist aber auch aktiv im Lauftreff Gnarrenburg und fährt in einer Freizeitgruppe Rennrad. „Bis vor drei Jahren habe ich eine Jugendfußballmannschaft der JSG Gnarrenburg trainiert. Dieses ehrenamtliche Engagement musste ich allerdings wegen meiner beruflichen Bindung aufgeben. Zusammen mit meiner Familie besuche ich gern die Ausflugsmöglichkeiten in der Gemeinde, wie zum Beispiel den Historischen Moorhof, den Moorerlebnispfad oder den Torfschiffhafen.“ (BZ/fm)

Eine persönl. Erinnerung von Fritz Metscher: Als Marcel van der Pütten 1998 seine Ausbildung als Verwaltungsangestellter bei der Gemeinde Gnarrenburg 1998 erfolgreich abschloss, wollten die Gemeinderäte Personalkosten sparen und haben heftig darüber diskutiert, ob Marcel übernommen werden sollte. Eine Mehrheit sprach sich für den Verbleib in der Kommune aus. Eine weise Entscheidung.

 Marcel van der Pütten möchte Bürgermeister werder (Foto: BZ)

 

Als Admin unsere Homepage möchte ich an dieser Stelle nicht versäumen, an Kerstin Klabunde aus Augustendorf zu erinnern. Ihr wurden ebenfalls gute Chancen für die Bürgermeisterwahl eingeräumt. Sie hätte auch kandidiert. Kerstin verstarb leider viel zu früh am 12. September 2020 im Alter von 47 Jahren. (fm)


02.11.2020:   Gedenkminute für Kerstin Klabunde

Mit einer Gedenkminute hat der Gnarrenburger Gemeinderat am Donnerstagabend Ratsfrau Kerstin Klabunde gedacht. Die Vorsitzende der CDU/FDP-Steffens-Gruppe war am 12. August im Alter von nur 47 Jahren nach längerer schwerer Krankheit verstorben. Ratsvorsitzende Wiebke Düßmann-Kühn (SPD/WFB Gruppe) würdigte vor Beginn der jüngsten Ratssitzung am Donnerstag das kommunalpolitische Wirken der Augustendorferin, die als Diplom-Verwaltungswirtin im Hauptamt des Landkreises Osterholz das Gesundheitsmanagement verantwortete. „Wir haben Kerstin Klabunde als eine herzliche, kompetente Frau und Ratskollegin erlebt, die keine Angst hatte, den Mund aufzumachen und ihre Anliegen ruhig, sachlich und sehr bestimmt vorbringen konnte. Sie war eine Bereicherung in der Runde. Ihr Tod reißt eine große Lücke, ihre Art und ihre Kompetenz werden fehlen“, sagte Wiebke Düßmann-Kühn, die ihr Mitgefühl auch gegenüber der Familie von Kerstin Klabunde ausdrückte.

Kerstin Klabunde war neben ihrer Tätigkeit im Gemeinderat auch stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag. Wiebke Düßmann-Kühn erinnerte daran, dass die Augustendorferin als Mitbegründerin und Sprecherin der „Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt unserer Moore und für die Zukunft unserer Dörfer“ den Weg in die Kommunalpolitik fand. „Kerstin war eine engagierte Frau, die sowohl beruflich als auch politisch etwas erreichen wollte, sich weiterbildete, immer wieder neue Ziele vor Augen hatte“, würdigte Düßmann-Kühn die Ratskollegin der anderen Fraktion. Wie viel Wertschätzung der Politikerin über Parteigrenzen hinweg entgegengebracht worden sei, habe sich in der großen Anteilnahme gezeigt, die in vielen Nachrufen und Traueranzeigen zum Ausdruck gekommen sei. (ts)


24.10.2020:   Radweg zwischen Heinrichsdorf und Augustendorf?

Einige Heinrichsdorfer Bürger wünschen sich einen Radweg zwischen ihrer Ortschaft und Augustendorf. Nun haben sie an den Sandbosteler Gemeinderat der Antrag gestellt, sich mit diesem Thema zu befassen. Das hat der Rat am Mittwochabend getan. Eine erste Verkehrszählung hat bereits ergeben, dass die Kreisstraße von vielen Radfahrern genutzt wird. An einem Sonntagnachmittag vor einigen Wochen waren innerhalb einer Stunde 53 Radfahrer zwischen Augustendorf und Heinrichsdorf unterwegs. Das ergab eine Verkehrszählung. „Dort sind tatsächlich immer viele Fahrradfahrer, und die Straße ist nicht besonders breit“, betonte auch der Sandbosteler Bürgermeister Peter Radzio.

Der Bürgermeister machte den Ratskollegen allerdings wenig Hoffnung auf eine zeitnahe Umsetzung des Projektes. „Wenn der Radwegebau im Landkreis so weiter geht, dann sind wir in 30 Jahren dran. Allerdings hat der Landkreis kürzlich zugesagt, dass man mehr Geld in die Radwegsanierung und den Radwegebau investieren möchte. Vielleicht geht es ja nun doch ein wenig schneller“, erklärte er. Ratsmitglied Werner Zeitler betonte, dass der Rat nun schnell einen Antrag stellen müsse, damit der Radweg dann tatsächlich in 30 Jahren fertig sei. Dafür müsse zunächst mit der Gemeinde Gnarrenburg gesprochen werden, da der Großteil der Strecke auf deren Gemeindegebiet liegt. Der Rat beschloss, dass nun das Gespräch gesucht werden solle. „Ich werde erstmal mit dem Gnarrenburger Bürgermeister sprechen“, erklärte Radzio. (bp/BZ)