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18.11.2024: Stephanie Schriefer läuft New York Marathon
Den New York Marathon sind schon einige Ausdauersportler aus dem Vörder Land gelaufen. Dieses Traumziel hat sich nun auch Stephanie Schriefer erfüllt. Für die Augustendorferin war es ein Herzenswunsch, den sie sich zum 50. Geburtstag erfüllte. Zum 50sten schenke ich mir das. Ich schiebe nichts mehr auf im Leben“, blickt Stephanie Schriefer auf die ersten Überlegungen von vor einem Jahr zurück. Rund 14 Tage vor ihrem heutigen runden Geburtstag stand sie dann tatsächlich an der Startlinie - gemeinsam mit 63.000 anderen Teilnehmern aus der ganzen Welt, die eines der begehrten Tickets ergattert hatten. Und an der Strecke wartete ihre Schwester Claudia Metscher (51). Sie war nicht nur ihre Begleiterin auf der insgesamt sechstägigen Reise in die USA, sondern auch ihr psychologischer Anker. „Denn an Wettkampftagen bin ich eine emotionale Niete“, sagt Stephanie Schriefer. Besonders Meile 14 ist für die Läufer ein sehr wichtiger Punkt, denn bei Kilometer 30 kommt bei vielen der „Mann mit dem Hammer“. Hier entscheidet sich oft, ob man „finishen“ wird oder nicht. Und so fielen sich die Schwestern aus Augustendorf denn dort auch kurz freudestrahlend in die Arme, ehe die Jüngere ihren Lauf über die 42,2 Kilometer durch Big Apple fortsetzte. Es war zugleich ihr 10. Marathon.
Die Zeit spielte für Stephanie Schriefer dabei keinerlei Rolle. Als die Profis schon längst im Ziel waren, hatte sie erst etwa die Hälfte der Strecke hinter sich. „Durchzuhalten und gesund ins Ziel zu laufen, war und ist für mich immer das Wichtigste. Egal, wie lange ich letztlich brauche“, sagt Stephanie Schriefer, deren Vorbereitung auf New York durch einen Infekt kurz vorher nicht ideal gelaufenwar. Bei ihrem Jubiläumslauf benötigte sie eine Stundemehr als bei ihrer persönlichen Bestzeit in Hamburg. Ein wichtiger Motivationsfaktor ist für sie auch, das gemeinsame Erlebnis mit Gleichgesinnten zu genießen. Dieses Gefühl sei diesmal besonders ausgeprägt gewesen. Der New York City Marathon, so der ganz offizielle Name, ist mit keinem Stadtmarathon hierzulande zu vergleichen. Er ist mit seinen 400 Höhenmetern anspruchsvoller, lauter, stimmungsvoller, herzlicher. Dafür sorgen vor allem die Menschen in der Mega-City, die aus dem Marathonwochenende für jede und jeden ein unvergessliches Erlebnis machen. Das haben auch Stephanie Schriefer und ihre Schwester so erfahren. Die Atmosphäre an der Strecke „ist einfach unglaublich emotional“, sagt Claudia Metscher. Zehntausende New Yorker feuern die Ausdauersportler vom Start bis ins Ziel im legendären Central Park an; mit ihrem Lärm, ihrer Kreativität, ihrer Zuneigung und ihrem vielfältig ausgedrückten Respekt vor jeder sportlichen Leistung. Wie gespalten die USA vor und nach der Trump-Rückkehr ins Weiße Haus sind, davon war hier nichts zu spüren. Stattdessen vielmehr gelebte Internationalität. „Wirklich jeder freut sich für jeden. Egal, wo er herkommt und wie schnell er gelaufen ist. Das Miteinander ist sehr offen und loyal“, berichtet Stephanie Schriefer von ihren Eindrücken.
Eindrucksvoll sei für sie auch die Professionalität der Organisation und die fürsorgliche Betreuung gewesen. „Die Helfer schauen Dir in die Augen, sie fragen Dich, ob Du okay bist, knöpfen Dir im Ziel noch den wärmenden Poncho zu und lassen Dich erst dann gehen“, schwärmt die 50-Jährige, die 2005 mit dem Laufen begonnen, schon 2007 ihren ersten Marathon absolviert hat und seitdem fasziniert ist vom Ausdauersport. „Um mich zu sortieren, muss ich raus. Sauerstoff ist einfach wichtig. Kann ich nur empfehlen“, sagt die Bankkauffrau, die dreimal pro Woche die Laufschuhe schnürt. Sie ist aber nicht nur individuell auf ihrer „Puddingrunde“ unterwegs, wie sie die 16 Kilometer rund um ihren Wohnort nennt, sondern fast jeden Sonntag auch mit ihren Lauffreundinnen aus Hepstedt-Breddorf. Dort leitet Stephanie Schriefer, die verschiedene Übungsleiterlizenzen besitzt, außerdem noch eine Männersportgruppe, war lange im Frauensport, im Augustendorfer Karnevals- sowie im Kultur- und Heimatverein ehrenamtlich aktiv und engagiert sich außerdem auch als Kassenwartin beim CDU-Gemeindeverband. Und nach dem Motto „wer rastet, der rostet“, sagt sie wenige Tage nach dem New-Marathon im Gespräch mit der BZ Sportredaktion: „Ich bin schon am Überlegen, was ich als nächste mache.“ Ihre Schwester Claudia grinst und scheint zu wissen, dass sie als Begleiterin fest eingeplant ist. (mib/bz)
26.02.2023: Faszination Natur in Feld, Wald und Flur
Die Mitglieder und Gäste des Heimatbunds Bremervörde- Zeven sind kürzlich im Gasthof Steffens in Ohrel in das neue Jahr gestartet. Am neuen Veranstaltungsort und vor vollem Haus begrüßte die Vorsitzende Hella Dohrmann die Teilnehmer zum Vortrag „De hoge Hoop“ (Der Huvenhoop) mit Fritz Metscher aus Augustendorf.
Der begeisterte Ehrenamtler erläuterte humorvoll die Entstehung des Sees. „Wenn Sie einen wissenschaftlichen Vortrag erwarten, dafür bin ich nicht hier“, grinste Metscher. Stattdessen gab er einen umfassenden Überblick über und warf einen liebevollen Blick auf das Moor. Dort begann auch die Geschichte von Metschers Familie, auf einem der 15 Hektar großen Höfe. „Mit dem Moorstich auf unserem Hof, so wurde ausgerechnet, wären wir 2.000 Jahre ausgekommen“, berichtete der Augustendorfer. Doch auch der industrielle Torfabbau habe für ein rasches Trockenlegen der einst nassen Flächen gesorgt. Und so sei das Moor heute eine gefährdete Landschaft.
Dennoch hatte Metscher viele seltene Aufnahme von der Wildheit und Schönheit des Moores mitgebracht. Pflanzen vor malerischem Sonnenlicht wechselten mit Aufnahmen von Grau- und Nilgänsen, Singschwänen, Libellen und Kranichen. Der Huvenhoopsee ist zum Rastplatz von Zugvögeln geworden. Metscher dankte seinem Cousin Karl-Heinz für viele mit großer Geduld geschossene Fotos, welche die Teilnehmer sehen durften. (BZ)
Die Heimatbundvorsitzende Hella Dohrman bedankt sich bei Fritz Metscher für einen kurzweiligen Vortrag (Foto: Bernd Kampa)
12.12.2022: Landwirtschaft um1900 und „Drainagenkrieg“
Im Rahmen der Adventsfeierkonnte der Heimatbund Bremervörde-Zeven im Selsinger Schützenhof wurde bereits die 60. Ausgabe seiner Zeitschrift „De Sood“ der Öffentlichkeit übergeben. Das Heft enthält viele neue Artikel und einige „Klassiker“. Schriftleiterin Hella Dohrmann blickte auf die bisherigen Hefte und die Zielsetzung des von „De Sood“ zurück. Zudem würdigte sie ihre Vorgänger Karl Kraake, Hans-Hermann Intemann und Ewald Albers. Zwei Artikel aus der ersten Ausgabe der Vereinszeitschrift wurden in diesem Jahr neu abgedruckt: Heinrich Gerken, damals Lehrer in Kalbe und später Rektor in Zeven, ruft darin zum Heben alter Schätze aus Privatarchiven auf. Hinrich Metscher aus Augustendorf erzählt von der Landwirtschaft in einem Moordorf um 1900. Hinrichs Enkel Fritz Metscher berichtet von einem Drainagenkrieg.
Das Buch kostet 7 Euro und kann bei Fritz Metscher bestellt werden. Tel. 04763 - 7441, E-Mail:
Aktuelles / Politik
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07.12.2023: Bürgerversammlung mit vielen interessanten Themen
Zu einer gutbesuchten Bürgerversammlung hatte Ortsvorsteher Reiner Brodtmann in die Gaststätte „Zum Huvenhoop“ eingeladen. Außer den 33 Augustendorfer Einwohnern konnte Brodtmann auch Gemeindebürgermeister Marc Breitenfeld und Ehrenortsvorsteher Fritz Metscher begrüßen. Ortsvorsteher und Bürgermeister nahmen wechselseitig Stellung zu den zahlreichen Punkten der Tagesordnung.
Baulandentwicklung
Augustendorf steht für jeweils 50 Einwohner 1 Bauplatz innerhalb von zehn Jahren zu. Bei derzeit 240 Einwohnern wären das 4 bis 5 Bauplätze. Bessere Aussichten würden lt. Landkreis ROW bestehen, wenn über 2 – 3 Hofstellen ein Bebauungsplan gelegt werden würde.
Windpark und Photovoltaik
Ob Moorland als Photovoltaikfläche zur Gewinnung von Solarenergie infrage kommt, wird zurzeit überlegt. Es gibt noch sehr viele Unklarheiten, sodass mittelfristig nicht mit dem Bau solcher Anlagen gerechnet werden kann. Wahrscheinlicher ist dagegen der Bau von Windkrafträdern nördlich von Augustendorf.
Grillhütte
Die Planungen für den Bau einer Grillhütte im „Huvenhoop-Stadion“ gehen voran. Hier hofft man auf einen Zuschuss von 75 % aus dem Leader-Programm.
Ortschaftsmittel
Auf dem Ortschaftsmittelkonto haben sich 6.900 Euro angesammelt. Die Versammlung genehmigt dem Schützenverein Augustendorf für die Ausrichtung der Feierlichkeiten anlässlich des 100jähirgen Bestehens einen Zuschuss in Höhe von 700 Euro.
Verschiedenes
Bürgermeister Breitenfeld teilt mit, dass sämtliche Straßenlaternen 2024 mit LED-Leuchten ausgestattet werden. Devin Thobaben teilt mit, dass ein Defibrillator angeschafft wurde, der für jeden zugänglich an der Hauswand des HDT-Baugeschäftes angebracht ist. Die Neubürger Herr und Frau Kersten, Augustendorf 23, stellen sich vor und geben ihrer Freude darüber zum Ausdruck, hier zu wohnen und Teil der Dorfgemeinschaft zu sein.
09.02.2022: Stephanie Schriefer wurde stellv. Ortsvorsteherin
Der Gemeinderat Gnarrenburg hat in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend Stellvertreter für die Ortsvorsteher von Augustendorf und Kuhstedtermoor ernannt. An der Seite von Augustendorfs Ortsvorsteher Reiner Brodtmann (von rechts) steht Stephanie Schriefer als Stellvertreterin. Damit gibt die Tochter von Ehrenortsvorsteher Fritz Metscher auch ihr Debut in der Kommunalpolitik. An der Seite von Kuhstedtermoors Ortsvorsteher Lutz Hildebrandt engagiert sich Richard Stelljes. Gnarrenburgs Gemeindebürgermeister Marc Breitenfeld (links) bedankte sich bei Stelljes und Schriefer für ihren Einsatz im Ehrenamt. Foto: Schmidt/BZ
01.02.2022: Augustendorf als „Historische Kulturlandschaft“ eingestuft
In nur 20 Jahren ist die Einwohnerzahl Augustendorfs von 310 auf 243 gesunken. „Wenn das so weitergeht, werden wir noch ein Museumsdorf ohne Zukunft“, fürchtet Ortsvorsteher Reiner Brodtmann.
Vor allem die mangelnden Aussichten auf Bauland sorgen für Unmut. Rund 30 Prozent des Dorfes können aus Hochwasserschutzgründen ohnehin nicht bebaut werden. Es sei denn, man begibt sich mit seinem Bauvorhaben aufs „hohe Moor“ in die Nähe der Bauernhöfe, der historischen 1. Reihe. Jetzt treibt der Entwurf des neuen Landeraumordnungsprogramms (LROP) den Bewohnern weitere Sorgenfalten auf die Stirn. Sie fürchten, dass die Ausweisung als kulturhistorisch bedeutsame, besonders schützenswerte „Findorff-Siedlung“ die Eigenentwicklung noch weiter einschränkt – nicht nur in Sachen Bauland, sondern auch mit Blick auf Hoffnungen, die sich mit Freiflächen-Photovoltaikanlagen verbinden. Der Kultur- und Heimatverein hat bereits einen Brandbrief nach Hannover geschickt – jetzt gibt es weitere Rückendeckung: Bürgermeister Marc Breitenfeld (CDU) steht den Augustendorfern in der offiziellen Stellungnahme der Gemeinde zur Seite. Man darf gespannt sein, wie sich die Angelegenheit weiterentwickelt. Auf jeden Fall braucht es einen „langen Atem“.
Sie sind in großer Sorge um die Eigenwicklung ihres Dorfes, wenn die „Findorff-Siedlung Augustendorf“ als „Historische Kulturlandschaft“ im Landesraumordnungsprogramm festgeschrieben wird: Dietmar Thobaben (Beisitzer im Kultur- und Heimatverein, von links), Ortsvorsteher Reiner Brodtmann und die designierte stellvertretende Ortsvorsteherin Stephanie Schriefer. Augustendorf sei nicht in der klassischen Findorff-Struktur angelegt, sondern weiche grundlegend davon ab, da sich auf beiden Seiten des Kanals eine Besiedlung befinde, heißt es unter anderem in der Stellungnahme, die Brodtmann in der Hand hält und vom Kultur- und Heimatverein im Namen der Ortschaft nach Hannover geschickt wurde. Foto: Schmidt/BZ
Leseprobe "Freiwillige Feuerwehr"
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(4) Freiw. Feuerwehr Augustendorf
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Gerätehaus
… … wann das Gerätehaus unserer Wehr errichtet wurde, lässt sich nicht mehr im Detail klären – selbst die eigenen Quellen sind hier widersprüchlich. Genannt werden sowohl „die letzten Kriegsjahre“ als auch das Jahr 1947. Sicher ist aber, dass die Wehr für den Bau einen Zuschuss von 1.000 Reichsmarkt bekommen hat, der aber für die Anschaffung neuer Geräte zurückgelegt wurde. Baumaterial beschafften die freiwilligen Helfer selbst. Vor dem Bau des Geräteshauses war die Ausrüstung in der Scheune eines Landwirtes Hinrich Geffken Nr. 19 untergebracht.
12. Mai 1938: Großer Huvenhoops-Brand
… … unaufhörlich steigen Rauchsäulen aus dem Huvenhoop-Wald empor. "Der Huvenhoop brennt." Signale ertönen: "Feuer, Feuer!" Es sollte ein riesiger Brand werden. Prasselnd jagt das Feuer durch die dichten Bestände und die mit Zopfholz und Busch angefüllten Kahlschläge. Das Feuer frisst sich immer tiefer. Auch der Seerand brennt! Bekämpfung ist vergebens. Das Reicharbeitsdienstlager Glinstedt wird zur Brandbekämpfung eingesetzt. Die Flammen bedrohen die Gehöfte von Böttjer und Heinrich Geffken. 4 Autospritzen sind mittlerweile herangeholt. Sie beschränken sich auf den Schutz der gefährdeten Gehöfte. Gegen Abend rast das wilde Element durch die weite mit Kusseln bestandene Heide von Ober-Ochtenhausen und Granstedt. Es riecht tagelang nach Brand, ein Aschenregen geht in der ganzen Gegend nieder. Sogar in Stade hat es Asche geregnet.
02. Juni 1968: Blitzschlag zerstörte das Wohn- und Wirtschaftsgebäude
… … die Quecksilbersäule des Thermometers verhielt sich an diesem Tage sommerlich. Das Barometer zeigte zwar auf veränderlich, aber außer von zwei starken Gewittern zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. In den Ausflugslokalen herrschte guter Betrieb und die Schützenfeste und Tanzveranstaltungen warten gut besucht. Der Spielmannszug der Freiw. Feuerwehr mit vielen aktiven Kameraden spielte in Findorf auf dem Schützenfest. Obwohl es so aussah, als würden die schwarzen Gewitterwolken nicht über die Oste kommen, schlug am Pfingstsonntag der Blitz in das Wohn- und Wirtschaftsgebäude von Erich Burfeind ein und vernichtete das strohgedeckte Gebäude vollständig. Als die Nachricht vom Blitzeinschlag Erich Burfeind in Findorf erreichte, raste er sofort mit dem Auto nach Hause, wo es indes nicht mehr viel zu retten gab.
03. – 05. März 1979: Hochwasserkatastrophe
… … in Augustendorf wurde bereits am Sonnabend vormittag für die Freiwillige Feuer-wehr Alarm gegeben, denn auf dem Augustendorfer Kanal hatte sich plötzlich Staueis gebildet. Bis zur Sägerei Katt – von Langenhausen aus – wurde versucht, das Eis aufzubrechen, um das schnelle Wasser in Fluss zu halten. Es handelte sich um eine echte Sisyphusarbeit, denn immer mehr Schnee- und Eismassen schwammen auf dem Kanal. Man war pausenlos im Einsatz. In Augustendorf selbst sah es katastrophal aus. Das Wasser stieg, und gegen 9 Uhr liefen die ersten Keller der Häuser des Reihendorfes voll, die alle tiefer als der Kanal liegen. In Selbsthilfe wurden Möbel gerettet und persönliches Hab und Gut in Sicherheit gebracht. Die Feuerwehren aus Augustendorf, Langenhausen, Brillit und Gnarrenburg leisteten das Letzte. Bislang sind unübersehbare Schäden entstanden … …
28. Dezember 1955: Die Gründung eines Spielmannszuges
… … Opa Janning, von Haus aus musikalisch, war Maschinist bei der Feuerwehr und hatte beim Feuerwehrdienst sich die „Talente“, ausgeguckt, die er zu künftigen „Finger- und Atemtechnikkünstlern“ ausbilden wollte. Und wer noch nicht genau wusste, welches Instrument er wohl spielen sollte, dem schaute Opa Janning genau ins Gesicht und entschied: „Du muss fleuten, du hest een spitzen Mund.“
… …
Eine Bestellung über das Internet ist nicht möglich. Bei Bedarf nehmen Sie bitte Kontakt mit Herrn Fritz Metscher auf. E-Mail:
Leseprobe "Historischer Moorhof"
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(3) Historischer Moorhof Augustendorf"Chronik und Museumsleitfaden" 144 Seiten, reich bebildert (Autoren: Fritz Metscher und Ernst Bayer) Hochglanz 5,50 € incl. Verpackung & Versand |
Die Gründung eines Heimatvereins
Was den eigentlichen Ausschlag gab, sich auch in Gnarrenburg mit der Geschichte der Besiedlung auseinanderzusetzen, bleibt im Nachhinein vielleicht im Dunkel. Man sah sich eventuell im Zugzwang, denn in der Umgebung war die große "Heimathauswelle" ausgebrochen. Überall in den Kommunen des Landkreis Rotenburg / Wümme waren bereits Heimathäuser entstanden, also sollte auch in der Gemeinde Gnarrenburg etwas passieren. Es bot sich an, über den Erwerb des Grundstücks in Augustendorf Nr. 11 einmal nachzudenken. Dort stand nämlich noch ein original Rauchhaus ohne Schornstein, welches typisch für die 2. Generation der Moorsiedlernachkommen war. Wie kam es dazu?
Das Rauchhaus
Den Mittelpunkt der historischen Moorhofanlage bildet das Wohn- und Wirtschaftsgebäude, dessen Ursprünge in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts liegen. Eine dendrochronologische Untersuchung (Bestimmung des Alters des Bauholzes anhand der Jahresringe) nennt als Fäll-Datum des Eichenbauholzes das Winterhalbjahr 1852/1853. Die Errichtung des Hauses erfolgte - den Gewohnheiten der damaligen Zeit entsprechend - im Jahre 1853. Im Volksmund bezeichnet man den hier anzutreffenden Haustyp gern als NIEDERSACHSENHAUS. Die Volkskundler sprechen von einem NIEDERDEUTSCHEN HALLENHAUS. Der Funktion nach ist es als längsgeteiltes EINHAUS anzusprechen, weil es unter einem Dach das bäuerliche Leben und Wirtschaften vereinigt. Bei dem im gesamten Norddeutschen Tiefland vorkommenden Fachwerkhaus - früher waren die Fächer mit Flechtwerk und Lehm ausgefüllt, seit dem letzten Jahrhundert mit Ziegeln - unterscheiden wir Zwei-, Drei- und Vierständerhäuser … …
Der Torfstich
Das Hauptanliegen der Kolonisation des Teufelsmoores lag in der Kultivierung des Landes. Anfangs diente der Torfstich ausschließlich der Selbstversorgung mit Brennmaterial. Da Brenntorf in Bremen bzw. in Hamburg sehr gefragt war, entwickelte sich ein reger Torfhandel und ließ die Kulturarbeit auf den Siedlerstellen in den Hintergrund treten. Das Hochmoor in Augustendorf wies Torfschichten von rund vier bis fünf Meter Mächtigkeit auf. Begonnen wurde der Torfstich in der Regel auf dem Gelände entlang dem Schiffgraben. Aus den nun tiefer liegenden Flächen sind die Vorweiden geworden. Von April bis Juli, je nach Witterung, stand alljährlich das Torfstechen auf dem Arbeitsplan der Kolonisten. Mit dem Sonnenaufgang begannen die harten Arbeitstage und endeten erst mit der Dunkelheit. Die gesamte Familie zog, mit der Tagesverpflegung im Gepäck, zur Torfkuhle … …
Ausflugstipp:
Der Historische Moorhof Augustendorf (Hofstelle Nr.11) ist ein lohnendes Ausflugsziel, nicht nur an den Back- und Handwerkertagen. Verbinden Sie den Besuch mit einer Wanderung zum zwei Kilometer entfernten Huvenhoopssee, dem letzten Hochmoorsee im Teufelsmoor. Hier erleben Sie die Einzigartigkeit einer Moorlandschaft mit ihrer besonderen Tier- und Pflanzenwelt. Seit einigen Jahren ist hier der Kranich zu Hause, den man mit etwas Glück vom Beobachtungsturm aus beobachten kann. Besuchen Sie "Huvi", den Moorkobold, und wandern Sie auf schwankendem Boden den Moorerlebnispfad in unmittelbarer Nähe des Sees entlang. Zahlreiche Schautafeln informieren über die Entstehung von Moor, Torf und seine Bewohner. Die hiesigen Gasthöfe bieten für Gruppen auch Kutschfahrten an. Gönnen Sie Sich einen Erlebnistag im Moor zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem Auto. - Im Moor kann man "die Seele baumeln" lassen -
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Leseprobe "Augustendorfer Karnevalsverein"
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(2) Augustendorfer Karnevalsverein"Wie der Karneval das Moor eroberte" 160 Seiten, über 450 Bilder (Autor: Fritz Metscher) Hochglanz 5,50 € incl. Verpackung & Versand |
Die Gründung 1961
Zwischen Weihnachten und Silvester 1961 entschieden „Jungs“ und „Deerns“ aus Augustendorf, im nächsten Jahr einen Karnevalsabend zu veranstalten. Dieses Jahr muss somit als Gründungsjahr des Augustendorfer Karnevalsvereins (AKV) angesehen werden. Der Beschluss kam aufgrund einer Trotzreaktion der jungen Leute in Augustendorf zustande, da der Gesangverein seinen Sängerball in den Nachbarort Langenhausen verlegt hatte. Der Grund hierfür lag im schlechten Zustand des Saales in Augustendorf. Zwei Möglichkeiten standen zur Wahl: Entweder ein „Fastnachtsbier" oder einen bunten Abend mit karnevalistischen Darbietungen. Man wählte die letztgenannte Möglichkeit. Noch heute erinnern sich die Gründungsmitglieder daran, dass sie an diesem Abend in geselliger Runde im Klubzimmer des Lokals beim Rum-Grog leicht angeheitert zusammensaßen und sich die ersten Narrenkappen aus Zeitungspapier zusammenfalteten … …
Humor im Moor
… … Närrinnen und Narren am Rhein ahnen wohl in den seltensten Fällen, was in der norddeutschen Tiefebene für Fröhlichkeit schlummert. Doch wenn diese rund um das Teufelsmoor in der Narrenzeit mit Zeugnissen tiefgründigen Humors hervorbricht, dann vibriert nicht nur der Schwingrasen am Huvenhoops-See.
Ausnahmezustand
… … 11 Monate lang ist das nur knapp 300 Einwohner zählende Augustendorf eher ein beschaulicher Ort. In der Karnevalszeit locken jedoch die Augustendorfer Jecken im Januar und Februar eines jeden Jahres viele Besucher zu den Prunk- und Schunkelsitzungen in die Gaststätte „Zum Huvenhoop". Die Sorgen des Alltags können in unserer schweren Zeit einmal über Bord geworfen werden. Einmal im Jahr der Obrigkeit ungestraft den Spiegel vorzuhalten, ist schließlich auch der Urgedanke allen närrischen Treibens.
Karnevals-Session 05 / 06
Veranstaltungen
• 19.11.05 Jubiläumssitzung 44 Jahre AKV in der Gaststätte “Zum Huvenhoop”
• 25.02.06 Prunk- und Schunkelsitzung in der Gaststätte “Zum Huvenhoop”
• 19.02.06 Seniorenkarneval in der Gaststätte “Zum Huvenhoop”
• 26.02.06 Kinderkarneval in der Gaststätte “Zum Huvenhoop”
(Es spielte auf allen Festen das „Crazy-Music-Team“)
Was sich sonst noch tat
• Verena Rosanowitsch und Marc Gilbert wurden Prinzenpaar
• Kinderprinzenpaar waren Christin Schütt und Devin Thobaben
• Uli Rosanowitsch, Fritz Metscher und Reiner Brodtmann bildeten das Dreigestirn „Prinz, Bauer und Jungfrau“
• Joachim Geffken stiftet als 1. Tombolapreis ein Quad
• Tanzgruppen errangen drei Siegertitel und den Hinrich Bardenhagen Gedächtnispokal für die beste Gesamtleistung beim Tanzturnier in Hipstedt
• Die Prinzengarde wurde mit dem Showtanz „Süßes Gift“ Weser-Ems Meister
• Gastauftritte in den Seniorenheimen Osterholz-Scharmbeck und Lilienthal
JHV am 05.05.06
• Uli Rosanowitsch wird als Vizepräsident wiedergewählt
• Roland Caillè wird als Kassenführer wiedergewählt
• Hartmut Schröder wird als ZbV-Mann wiedergewählt
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